Sexocorporel
Sexocorporel ist ein körper- und erfahrungsorientiertes Konzept der Sexualtherapie, das auf den kanadischen Sexologen Prof. Jean-Yves Desjardins zurückgeht. In meiner Praxis in Mechernich-Katzvey setze ich Sexocorporel bei sexualtherapeutischen Anliegen im Einzelsetting ein – auch für Patientinnen und Patienten aus Euskirchen und der Eifel.
Wie wirkt Sexocorporel?
Das Konzept betrachtet Sexualität als ein erlerntes Zusammenspiel von körperlichen Funktionen, sexueller Identität, Beziehungsgestaltung und Kommunikation. Alles, was ein Mensch sexuell gelernt hat, wird dabei als veränderbare Fähigkeit verstanden – ähnlich wie andere Verhaltensweisen auch. Über körper- und erfahrungsorientierte Übungen kann ein differenzierteres Erleben von Erregung, Lust und Nähe entwickelt werden.
Wie läuft eine sexualtherapeutische Behandlung ab?
Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese, in der wir gemeinsam klären, welche körperlichen, psychischen und partnerschaftlichen Faktoren an der Symptomatik beteiligt sind. Darauf aufbauend erarbeiten wir individuelle, schrittweise Übungen, die Sie überwiegend eigenständig zwischen den Sitzungen durchführen und in der Therapie reflektieren.
Wofür eignet sich Sexocorporel?
Sexocorporel kann bei sexuellen Funktionsstörungen (etwa Erregungs-, Erektions- oder Orgasmusstörungen), bei Libidoverlust sowie bei sexualitätsbezogenen Ängsten und Beziehungsthemen hilfreich sein. Häufig ergänzt es andere Verfahren wie Verhaltenstherapie oder achtsamkeitsbasierte Methoden.
Meine sexualtherapeutische Weiterbildung (Sexocorporel-Basislehrgang, Seidenbuch, 2023–2025) habe ich berufsbegleitend absolviert.
Allgemeine, weiterführende Informationen zum Sexocorporel-Konzept finden Sie z. B. beim ISP Zürich.